Warum Bewegungskita werden?
Kinder brauchen Bewegung. Das fordern nicht nur die Mitglieder des Vereins "Bewegungskindertagesstätte Rheinland-Pfalz", sondern auch immer häufiger Kinderärzte, Orthopäden, Sportpädagogen, mehr und mehr auch die politische Entscheidungsträger und viele andere Fachleute und Institutionen. Alle bringen ihre Sorge darüber zum Ausdruck, dass die Kinder bedingt durch mangelnde Bewegungserfahrungen in ihrer kindgemäßen Entwicklung (kognitiv, affektiv, sozial, personal und körperlich) behindert werden. Von einer bewegten Kindheit (im wahrsten Sinne des Wortes) kann bei vielen Kindern tatsächlich keine Rede mehr sein. Nach einschlägigen Statistiken sitzen Kinder im Alter zwischen drei und 13 Jahren im Durchschnitt täglich 90 Minuten vor dem Fernsehgerät; viele Kinder verbringen zusätzlich noch Stunden vor dem Computerbildschirm. Nicht bei allen Kindern zeigt sich Bewegungsmangel so deutlich wie bei den mittlerweile 20 Prozent, die als übergewichtig eingestuft werden müssen, oder bei Kindern mit eindeutigen Haltungsschäden (Rückenprobleme) oder nervösen Störungen (Allergien, Neurodermitis). Meist unerkannt als Symptome für Bewegungsmangel bleiben häufig Probleme wie Wahrnehmungs- und Koordinierungsstörungen, mangelnde Konzentrationsfähigkeit und übertrieben ängstliches oder aggressives Verhalten. Zahlen aus dem Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz belegen, dass sich die Zahl der geborenen Kinder zwischen 1995 und 2005 halbiert hat. Deshalb müssen Kindertagesstätten heute immer mehr darum bangen, Gruppen aufgrund mangelnder Anmeldungen zu schließen. In strukturarmen Regionen werden ganze Einrichtungen geschlossen. Aus diesem Grund wird es in den nächsten Jahren immer mehr zu einem Wettbewerb der Kindertagessstätten untereinander kommen. Dabei ist es von großem Vorteil, wenn sich eine Kindertagesstätte durch ein Profil auszeichnen und hervorheben kann, das den kindlichen Bedürfnissen in besonderer Weise Rechnung trägt:
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